Klimapaket

Das Klimapaket ist eine Zusammenstellung von Regelungen mit der Zielsetzung, den Ausstoß von CO2 bis zum Jahr 2030 deutlich zu verringern, um die gesetzten Klimaziele zu erreichen und der Klimaneutralität näher zu kommen. Die dafür von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen werden auch als Klimapaket bezeichnet.

Diese Regelungen beinhaltet das Klimapaket

Ziel der Regelungen des Klimapakets ist es, Anreize zu schaffen, sparsam mit Energie umzugehen, möglichst erneuerbare Energien zu verwenden und so zur Energiewende beizutragen. So wird die Nutzung fossiler Energieträger wie Öl oder Gas, welche einen hohen Ausstoß an CO2 verursachen, durch einen zusätzlichen CO2-Preis deutlich teurer. Während im Jahr 2020 für den Ausstoß einer Tonne CO2 24 Euro bezahlt werden mussten, wird der Preis bis zum Jahr 2025 schrittweise auf bis zu 55 Euro pro Tonne ansteigen. Ab dem Jahr 2026 gilt eine verpflichtende Preisspanne zwischen 55 Euro und 65 Euro. Hinzu kommt die Mehrwertsteuer von derzeit 19 Prozent. Der endgültige Preis wird durch das Angebot und die Nachfrage auf dem Markt bestimmt, da der CO2-Ausstoß durch den Erwerb sogenannter Verschmutzungsrechte geregelt wird. Die Ausgabemenge orientiert sich an den festgelegten Klimazielen des Klimapakets. Wichtig zu erwähnen ist, dass dieser Aufpreis zunächst von den Gasversorgern und Kraftstoffhändlern bezahlt werden muss, das heißt von denjenigen, die die Brennstoffe verkaufen. Allerdings steht es ihnen frei zu entscheiden, wie viel der Zusatzkosten sie an Verbraucherinnen und Verbraucher weitergeben. Um diese Preiserhöhung zumindest teilweise wieder auszugleichen, wird im Gegenzug der Strompreis für private Haushalte gesenkt.

Neben dem Preisanstieg für die Verwendung von Energieträgern mit hohem CO2-Ausstoß, möchte die Bundesregierung durch unterschiedliche Förderprogramme, wie beispielsweise die steuerliche Abschreibung von energetischen Sanierungsmaßnahmen, den privaten Haushalten zusätzliche Anreize bieten, sich mehr mit den Themen Energie sparen und dem Umstieg auf erneuerbare Energien auseinanderzusetzen.

Welche Auswirkungen hat das Klimapaket für Sie?

Durch die verschiedenen Förderprogramme profitieren Sie langfristig von der Verabschiedung des Klimapakets. Denn so wird nicht nur die energetische Sanierung von Gebäuden und Wohnungen finanziell attraktiver gemacht. Durch die langfristige Einsparung von Energie wird auch der CO2-Fußabdruck verbessert und die Heizkosten werden gesenkt. Das spart dauerhaft Geld. Durch die staatliche Subvention ist es möglich, Investitionen bis zu 200.000 Euro steuerlich geltend zu machen, sofern es sich um ein ausschließlich selbst genutztes Einfamilienhaus handelt. Insgesamt sind dadurch bis zu 40.000 Euro Zuschuss möglich. Zudem werden über die KfW vergünstigte Kredite für die energetische Sanierung angeboten oder über das BAFA Zuschüsse für die Durchführung von einzelnen Sanierungsmaßnahmen.

Für einige Personen gibt es auch negative Folgen des Klimapaketes. Wenn Sie eine Öl- oder Gasheizung nutzen, werden Sie die Erhöhung des CO2-Preises deutlich spüren. Diese Mehrkosten fallen höher aus, je mehr CO2 vom Energieträger ausgestoßen wird. Daher werden die Kosten bei einer Ölheizung mehr ansteigen als bei einer Gasheizung.

Zudem trat am 01. November 2020 ein neues Gebäudeenergiegesetz in Kraft. Das Gesetz regelt, dass Ölheizungen ab dem Jahr 2026 nur noch in Ausnahmefällen in Häusern eingebaut werden dürfen. Wenn Sie bereits eine Ölheizung besitzen, können Sie diese so lange weiterbetreiben, wie sie funktionstüchtig ist. Muss die Heizung jedoch getauscht werden, müssen Sie zu einem anderen Energieträger zu wechseln, sofern sie nicht zu einer der Ausnahmen gehören.

Wir beraten Sie

Für weitere Informationen zum Klimapaket nehmen Sie gern online, per Telefon (0800 – 809 802 400) oder vor Ort in einer der Beratungsstellen Kontakt zu uns auf.