KfW-Förderung

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (kurz: KfW) ist eine 1949 gegründete, grundsätzlich staatliche Förderbank, welche jedoch heute auch in anderen Bereichen aktiv ist. Sie unterstützt Privatpersonen, Unternehmen sowie öffentliche Einrichtungen beim Umweltschutz, bei Projekten zur Infrastruktur sowie in der Entwicklungspolitik. Neben den Bauförderungen ist die KfW-Förderung besonders für Verbraucher interessant, die im Bereich erneuerbare Energien, Studium oder Ausbildung sowie Existenzgründung finanzielle Unterstützung suchen.

Die KfW-Förderungen im Bereich erneuerbare Energien

Im Rahmen der Immobilienfinanzierung unterstützt die KfW-Förderung Privatpersonen bei Maßnahmen, welche den Energieverbrauch senken oder Energieverluste verringern. Die Förderung der KfW beinhaltet Zuschüsse und zinsgünstige Kredite/Darlehen für Neubauten und bestehende Gebäude. Dabei ist die KfW-Förderung stets an bestimmte Bedingungen gebunden. Ebenfalls ist die Einbindung eines Experten für Energieeffizienz, das heißt eines KfW Energieberaters, für den Erhalt einer Förderung verpflichtend.
Neben der Unterstützung von Bauprojekten kann auch für den Bau, Ausbau oder Kauf von Anlagen für erneuerbare Energien eine KfW-Förderung beantragt werden. Bei den entsprechenden Anlagen handelt es sich beispielsweise um Photovoltaik-Anlagen, Anlagen zur Stromgewinnung aus Wind- und Wasserkraft, Kraft-Wärmekopplungs-Anlagen oder Batteriespeicher.

Die KfW-Förderung beantragen

KfW-Förderungen werden in mehreren Schritten beantragt. Zuerst sollte eine KfW Energieberatung durch einen Experten für Energieeffizienz wahrgenommen werden. Der KfW Energieberater erstellt gemeinsam mit dem Immobilienbesitzer ein Sanierungskonzept. Dafür wird eine Bestandsaufnahme des energetischen Ist-Zustands der Immobilie durchgeführt. Neben der Gebäudehülle gehört auch die Heizungsanlage dazu. So erfahren Wohneigentümer durch den KfW Energieberater, welche möglichen Schwachstellen ihr Gebäude aufweist. Anschließend erarbeitet der Experte Vorschläge, wie diese zu beseitigen sind. Im nächsten Schritt der KfW Energieberatung wird eine energetische Fachplanung durchgeführt. In deren Rahmen prüft der KfW Energieberater, welche Förderprogramme kombinierbar sind. Es ist zu empfehlen, alle Fördermöglichkeiten für die verschiedenen Umbaumaßnahmen zu nutzen.
Der Förderantrag zur KfW-Förderung muss unbedingt vor Beginn der Baumaßnahmen gestellt werden. Dabei kann der Antrag für Investitionszuschüsse online gestellt werden, während Förderkredite oder Tilgungszuschüsse über die Hausbank zu beantragen sind. Für beide Förderanträge muss ein Energie-Effizienz-Experte die Bestätigung zum Antrag (BzA) erstellen und dem Verbraucher übermitteln.
Ist der Förderantrag bei der KfW eingegangen, wird dieser überprüft und, bei Erfüllung aller Voraussetzungen, der Hausbank des Begünstigten eine Förderzusage erteilt. Verbraucher können anschließend den Kreditvertrag mit ihrer Hausbank abschließend und mit der Sanierung beginnen. Sind alle Bauvorhaben abgeschlossen, sollte die „Bestätigung nach Durchführung“ des Energie-Effizienz-Experten bei der Hausbank eingereicht werden. Alternativ kann diese auch online beim KfW-Zuschussportal hochgeladen werden. Daraufhin wird der Tilgungszuschuss gutgeschrieben.

Sie haben Fragen zur KfW-Förderung? Wir beraten Sie gerne kostenfrei online, telefonisch unter 0800 – 809 802 400 oder in einer unserer Beratungsstellen.