Photovoltaik

Photovoltaik-Beratung: Strom aus Sonnenlicht

Erzeugen Sie aus Sonnenlicht Strom – mit Photovoltaik. Die Energie können Sie selbst nutzen oder ins Stromnetz einspeisen.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Photovoltaik-Nutzung: Photovoltaik-Anlagen wandeln Sonnenlicht in Strom um, der entweder selbst genutzt oder ins Netz eingespeist werden kann, und sind für Privatpersonen und Unternehmen eine umweltfreundliche Option.

 

  • Anlagenarten: Verschiedene Konzepte wie Inselanlagen, Netzeinspeisung, Eigennutzung und Stecker-PV bieten Flexibilität in der Nutzung, abhängig von den individuellen Gegebenheiten und Bedürfnissen.

 

  • Eigenverbrauch optimieren: Der Eigenverbrauch von Solarstrom kann durch den Einsatz von Energiemanagementsystemen und Speicherbatterien gesteigert werden, was wirtschaftliche Vorteile bietet, da selbst erzeugter Strom oft günstiger ist als Netzstrom.
  • Einspeisevergütung: Bei Netzeinspeisung gibt es eine Einspeisevergütung gemäß EEG, die von der Anlagengröße und Art der Installation abhängt, was die Wirtschaftlichkeit der Anlagen beeinflusst.

 

  • Stecker-PV-Geräte: Diese kleinen Photovoltaik-Einheiten ermöglichen Mieter:innen und Wohnungseigentümer:innen, ihren eigenen Sonnenstrom direkt über eine Steckdose zu nutzen.

 

  • Umweltschutz und Wirtschaftlichkeit: Photovoltaik-Anlagen tragen zum Umweltschutz bei und lohnen sich wirtschaftlich, insbesondere wenn ein hoher Anteil des erzeugten Stroms selbst verbraucht wird.

Springen Sie mit einem Klick zum gewünschten Thema:

1. Was ist eine Photovoltaik-Anlage?

2. Wer kann Photovoltaik nutzen?

3. Wie funktioniert eine Energieberatung der Verbraucherzentrale?

4. Photovoltaik-Anlage ist nicht gleich Photovoltaik-Anlage – Wir beraten Sie!

5. Photovoltaik-Beratung: Worauf Sie vor der Investition achten sollten!

6. So hilft der Staat

7. Photovoltaik-Anlagen lohnen sich für Eigentümer:innen

8. Photovoltaik-Anlage zum Aufladen von Elektroautos

9. Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage für mich?

10. Veranstaltungen

11. Weitere Artikel zum Thema „Erneuerbare Energien“


 

Was ist eine Photovoltaik-Anlage?

Eine Photovoltaik-Anlage wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Damit der Strom der Photovoltaik-Anlage im Haushalt genutzt werden kann, wandelt ein Wechselrichter den gewonnenen Gleichstrom in Wechselstrom um. Oft wird Solarthermie im gleichen Atemzug mit Photovoltaik genannt. Allerdings wird hier Sonnenenergie zum Heizen oder Erwärmen von Wasser genutzt.

Wer kann Photovoltaik nutzen?

Prinzipiell kann jeder, das heißt jede Privatperson und jedes Unternehmen, eine Photovoltaik-Anlage erwerben und nutzen. Diese Anlagen zur umweltfreundlichen Stromgewinnung können auf Dächern oder Terrassen platziert werden. Ob Sie eine Photovoltaik-Anlage installieren dürfen, hängt davon ab, ob Sie Eigentümer:in des Gebäudes sind, an bzw. auf dem Sie eine Photovoltaik-Anlage anbringen wollen. Wohnen Sie in einer Eigentums- oder Mietwohnung, müssen die (Mit-)Eigentümer:innen zustimmen.


Wie funktioniert eine Energieberatung der Verbraucherzentrale?

Sie möchten zukünftig Sonnenenergie und Photovoltaik nutzen? Nutzen Sie die hilfreichen Tipps der Energieberatung der Verbraucherzentrale zu Photovoltaik. | 2021
Dauer: 1:30 Minuten.


Neben den Eigentumsverhältnissen sind bei Photovoltaik-Anlagen, die an oder auf Gebäuden installiert werden,gesetzliche Vorgaben und Fristen einzuhalten. Die Verbraucherzentrale steht Ihnen für eine Photovoltaik Beratung gerne zur Verfügung und klärt Ihre Fragen.

Photovoltaik-Anlage ist nicht gleich Photovoltaik-Anlage – Wir beraten Sie!

Solarstromanlagen können gekauft oder gemietet werden. Grundsätzlich unterscheidet man vier verschiedene Photovoltaik-Anlagenkonzepte:

  1. Inselanlagen
  2. Anlagen zur vollständigen Netzeinspeisung
  3. Anlagen zum anteiligen Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms.
  4. Stecker-Photovoltaik-Geräte, auch Stecker-PV genannt

Bei einer durchschnittlichen Sonneneinstrahlung von 900 bis 1.200 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m2) erzeugen Sie in Deutschland mit einer Generatorfläche von acht bis zehn Quadratmetern etwa 750 bis 1.200 Kilowattstunden Strom in einem Jahr.

Je nach Bedarf und Möglichkeiten bietet sich die eine oder andere Variante an. Prinzipiell gilt, dass Photovoltaik-Energie eine lohnende Investition ist, wenn Sie möglichst viel des erzeugten Stroms selbst nutzen.

Inselanlagen 

Inselanlagen versorgen Häuser mit Strom, die keinen direkten Anschluss an das allgemeine Stromnetz haben. Für Gartenlauben, Jagdhütten oder Wohnmobile können sie eine Möglichkeit der Stromversorgung sein. Auch Boote oder abgelegene Infrastruktureinrichtungen eignen sich hervorragend für Photovoltaik-Inselanlagen. Fehlt ein zentrales Stromnetz, kann der Strom allerdings nicht eingespeist werden und muss entweder direkt verbraucht oder zwischengespeichert werden.

Netzeinspeisung 

Am häufigsten vertreten sind bisher die sogenannten netzparallelen Anlagen. Der erzeugte Strom wird vollständig ins öffentliche Netz gespeist, unabhängig vom Verbrauch in dem Haus, auf dem der Solargenerator angebracht ist. Diese Volleinspeisung unterscheidet sich von der Überschusseinspeisung, bei der lediglich die Energie eingespeist wird, die von den Anlagenbesitzer:innen nicht selbst verbraucht wurde.

Wenn Sie den Strom aus Ihrer Photovoltaik-Anlage teilweise oder ganz in das Stromnetz einspeisen, erhalten Sie die sogenannte Einspeisevergütung nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG). Die Höhe der Einspeisevergütung hängt von der Leistung und von der Art der Installation ab (Dach- oder Freiflächenanlage) ab. Bei Anlagen bis zu einer Größe von 10 kWp liegt nach EEG 2023 bei 7,78 Cent pro kWh.

Eigennutzung

Bei diesem Anlagenkonzept wird ein Teil des erzeugten Solarstroms selbst genutzt, der Rest wird in das Stromnetz eingespeist. Wie viel Strom selbst verbraucht wird, hängt davon ab, zu welchen Zeiten die Elektrogeräte betrieben werden, und ob ein Batteriespeicher eingesetzt wird. Bei Anlagen ohne Batteriespeicher sind in einem typischen Haushalt rund 30 Prozent Eigenverbrauch möglich. Der Eigenverbrauch lässt sich weiter steigern, indem Sie ein Energiemanagementsystem integrieren, um den eigenen Sonnenstrom zu Hause besser zu nutzen. Das Laden eines Elektroautos sowie der Betrieb einer Wärmepumpe erhöhen den Eigenverbrauch.

Bei Photovoltaik-Anlagen mit Speicherbatterie kann der Eigenverbrauchsanteil auf rund 60 Prozent erhöht werden.

Welchen wirtschaftlichen Vorteil die Eigennutzung bringt, hängt von der Differenz zwischen möglicher Einspeisevergütung und dem Preis für den Strom aus dem Netz des Versorgers ab. Eine Solaranlage rechnet sich umso schneller, je mehr Solarstrom Sie direkt selbst verbrauchen. Denn der Strom vom Dach ist deutlich günstiger als der Strom aus dem Netz.

Festzuhalten ist, wenn Sie etwas für die Umwelt tun wollen, lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage immer.

Stecker-Photovoltaik-Geräte

Auch Stecker-Photovoltaik-Geräte (auch Balkonkraftwerke), kurz Stecker-PV, wandeln Sonnenlicht in elektrische Energie um. Die Geräte sind wie alle PV-Anlagen,  wartungsfrei und langlebig. Der Strom aus dem Stecker-Solargerät wird über eine Steckdose in das Wohnungsnetz eingespeist und dort genutzt.

Mithilfe eines Stecker-Solargerätes sind Mieter:innen oder Wohnungseigentümer:innen in der Lage, eigenen Sonnenstrom auf ihrer Terrasse oder dem Balkon zu erzeugen. Das Gerät kann direkt an eine normale Steckdose des eigenen Wohnungsstromkreises angeschlossen werden. Dazu muss die elektrische Sicherheit nach VDE-Norm V 0126-95 gewährleistet werden.

Ein Balkonkraftwerk mit bis zu 960 Watt darf ohne Fachhandwerker angeschlossen und in Betrieb genommen werden.

Für Hauseigentümer:innen ist es in der Regel attraktiver, das eigene Dach für eine deutlich größere und leistungsfähigere PV-Anlage zu nutzen. Sie ist wirtschaftlicher und entlastet die Umwelt noch mehr.


Photovoltaik-Beratung: Worauf Sie vor der Investition achten sollten!

Prüfen Sie als Erstes, ob Ihr Haus beziehungsweise die Dachneigung, Ausrichtung und Verschattung, für Photovoltaik-Energie geeignet ist. Gern unterstützen wir Sie dabei mit unserer Energieberatung. Im nächsten Schritt ist es wichtig, die baurechtlichen Voraussetzungen zu ermitteln. In einzelnen Fällen kann eine Baugenehmigung nötig werden, zum Beispiel bei Vorschriften aus dem Denkmalschutz. Bei Ihrer Stadt- und der Gemeindeverwaltung erhalten Sie die nötigen Informationen.

Neben den Rahmenbedingungen sollten Sie unbedingt klären, wie groß die Anlage werden soll, wie viel Strom Sie erzeugen und wie viel Geld Sie investieren wollen. Bedenken Sie neben Ihrem aktuellen Stromverbrauch auch Zukunftspläne, wie etwa den selbst erzeugten Strom für die Wärmegewinnung zu nutzen oder ein Elektroauto damit zu betreiben.

Haben Sie all diese Fragen geklärt, empfiehlt es sich, bei mehreren Fachbetrieben Angebote einzuholen. Finanzielle Unterstützung erhalten Sie manchmal auch von Energieversorgern und Kommunen.

So hilft der Staat

Mit Photovoltaik-Energie tragen Sie zur Energiewende und einem nachhaltigen Lebenswandel bei. Dazu werden Sie unabhängiger vom Energiemarkt. Auch wenn eine Photovoltaik-Anlage langfristig eine günstige Stromalternative ist, sollten die Kosten für eine solche Anlage nicht unterschätzt werden. Für die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage können Sie ein Darlehen der KfW erhalten.

Photovoltaik-Anlagen lohnen sich für Eigentümer:innen

Private Haus- und Wohnungseigentümer:innen, die eine Photovoltaik-Anlage installieren lassen, sparen nicht nur CO2, sie können gleichzeitig sogar einen finanziellen Gewinn damit erzielen.

Jede erzeugte Kilowattstunde (kWh) Strom setzt im Durchschnitt zirka 400 Gramm CO2 frei. Anders ist es bei der Photovoltaik. Umweltfreundlicher Solarstrom ist fast CO2-frei. Für selbst erzeugten Photovoltaik-Strom, der im eigenen Haushalt verbraucht wird, sparen Verbraucher:innen die Bezugskosten ein. Sie betragen aktuell etwa 30 Cent pro kWh. Der überschüssige Strom wird ins Stromnetz eingespeist und Anlagenbetreiber:innen bekommen dafür „nur“ zwischen 6 und 8 Cent pro kWh. Maßgeblich für die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage ist deshalb ein möglichst hoher Eigenverbrauchsanteil.

Mit einem Batteriespeicher kann der Eigenverbrauchsanteil des Solarstroms erheblich erhöht werden. Verbraucher:innen, die sich einen Batteriespeicher anschaffen wollen, sollten darauf achten, dass dieser richtig dimensioniert wird. Maßstäbe für die Größe eines Batteriespeichers sind die Höhe des Strombedarfs sowie die Größe der Photovoltaik-Anlage. Bei zu großer Speicherdimensionierung entstehen unnötig hohe Kosten, denen ein bestenfalls geringer Nutzen gegenübersteht.

Einspeisevergütung bei Photovoltaik-Anlagen 

Bei Anlagen auf Gebäuden bis 40 Kilowatt beträgt die Einspeisevergütung je nach Größe der Anlage 6,73 bis 7,78 Cent pro Kilowattstunde. (Stand 02/2026)

Mit einer Photovoltaik-Anlagen im Eigenheim Strom zu erzeugen, lohnt sich: Etwa bis zu 30 Prozent des eigenen Strombedarfs deckt eine private Photovoltaik-Anlage ab, mit Batteriespeicher kann der Eigenverbrauchsanteil auf über 60 Prozent erhöht werden.

Bei einem Haushalt mit vier Personen und einem jährlichen Verbrauch von 3.000 Kilowattstunden reduziert sich der Verbrauch um bis zu 1.800 Kilowattstunden und das jährliche CO2 dieses Haushalts um etwa 720 Kilogramm. Photovoltaik-Anlagen wurden in den vergangenen Jahren preisgünstiger. Dadurch kann eine Neuanlage auch heute noch kostendeckend oder mit Gewinn betrieben, obwohl die Einspeisevergütung gesunken ist. Für ein Einfamilienhaus kalkuliert man dadurch für eine Anlage mit 10 Kilowatt Peak Spitzenleistung etwa 12.000 bis 25.000 Euro. Ein passender Speicher kostet etwa 4.000 bis 7.000 Euro brutto.

Mit einem Batteriespeicher erhöht man den Anteil des selbst verbrauchten Solarstroms erheblich. Verbraucher:innen, die sich einen Batteriespeicher anschaffen wollen, sollten darauf achten, dass dieser nicht zu groß dimensioniert wird. Die Dimensionierung hängt von der Höhe des Strombedarfs im Haushalt ab. Bei einem jährlichen Verbrauch von 3.000 Kilowattstunden empfiehlt sich ein Batteriespeicher von 3 bis 5 Kilowattstunden. Größere Speicher sind gegebenenfalls empfehlenswert, wenn die PV-Anlage besonders groß ist, eine Wärmepumpe im Haus betrieben wird oder wenn der Stromverbrauch in der Nacht überdurchschnittlich ist.

Photovoltaik-Anlagen zum Aufladen von Elektroautos

Verbraucher:innen, die ein vorhandenes Elektroauto mit eigenem Solarstrom betanken, können ihren Eigenverbrauchsanteil ebenfalls erhöhen. Am besten wird das Elektroauto mithilfe eines Energiemanagementsystems und intelligenter Ladestation tagsüber direkt aus dem Überschuss der eigenen Photovoltaik-Anlage und nicht aus einem Batteriespeicher geladen, da der Haus-Batteriespeicher für das Laden von Elektroautos eher ungeeignet sind und die Fahrzeugbatterien eine wesentlich höhere Kapazität haben.

Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage für mich?

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Auch bei allen anderen Fragen rund um das Thema erneuerbare Energien und effiziente Energienutzung helfen wir Ihnen gern weiter.


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