Photovoltaik

Photovoltaik: Strom aus Sonnenlicht

Erzeugen Sie aus Sonnenlicht Strom – mit Photovoltaik. Die Energie können Sie selbst nutzen oder ins Stromnetz einspeisen.

Was ist eine Photovoltaik-Anlage?

Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht direkt in elektrischen Strom um. Damit der Strom der Photovoltaikanlage im Haushalt genutzt werden kann, wandelt ein Wechselrichter den gewonnenen Gleichstrom in Wechselstrom um. Oft wird Solarthermie im gleichen Atemzug mit Photovoltaik genannt. Allerdings wird hier Sonnenenergie zum Heizen oder Erwärmen von Wasser genutzt.

Wer kann Photovoltaik nutzen?

Prinzipiell kann jeder, das heißt jede Privatperson und jedes Unternehmen, eine Photovoltaikanlage erwerben und nutzen. Diese Anlagen zur umweltfreundlichen Stromgewinnung finden auf Dächern oder Terrassen Platz. Ob Sie eine Photovoltaikanlage installieren dürfen, hängt davon ab, ob Sie Eigentümer des Gebäudes sind, an bzw. auf dem Sie eine Photovoltaik-Anlage anbringen wollen. Wohnen Sie in einer Eigentums- oder Mietwohnung müssen die (Mit-)Eigentümer zustimmen.

Neben den Eigentumsverhältnissen sind bei Photovoltaik-Anlagen, die an oder auf Gebäuden installiert werden, gesetzliche Vorgaben und Fristen einzuhalten.

Photovoltaik-Anlage ist nicht gleich Photovoltaik-Anlage

Solarstromanlagen können gekauft oder gemietet werden. Grundsätzlich unterscheidet man vier verschiedene Photovoltaik-Anlagenkonzepte:

  1. Inselanlagen
  2. Anlagen zur vollständigen Netzeinspeisung und
  3. Anlagen zum anteiligen Eigenverbrauch des selbst erzeugten Stroms.
  4. Stecker-Photovoltaik-Geräte, auch Stecker-PV genannt

Bei einer durchschnittlichen Sonneneinstrahlung von 900 bis 1.200 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m2), erzeugen Sie in Deutschland mit einer Generatorfläche von acht bis zehn Quadratmetern etwa 750 bis 1.200 Kilowattstunden Strom in einem Jahr.

Je nach Bedarf und Möglichkeiten bietet sich die eine oder andere Variante an. Prinzipiell gilt, das Photovoltaikanlagen lohnende Investitionen sind, wenn Sie möglichst viel des erzeugten Stroms selbst nutzen.

Inselanlagen

Inselanlagen versorgen Häuser mit Strom, die keinen direkten Anschluss an das allgemeine Stromnetz haben. Das kann z.B. für Gartenlauben, Jagdhütten oder Wohnmobile eine Möglichkeit der Stromversorgung sein. Auch Boote oder abgelegene Infrastruktureinrichtungen eignen sich hervorragend für Photovoltaik Inselanlagen. Fehlt ein entrales Stromnetz kann der Strom allerdings nicht eingespeist werden und muss entweder direkt verbraucht oder zwischengespeichert werden.

Netzeinspeisung

Am häufigsten vertreten, sind bisher die so genannten netzparallelen Anlagen. Der erzeugte Strom wird vollständig ins öffentliche Netz gespeist, unabhängig vom Verbrauch in dem Haus, auf dem der Solargenerator angebracht ist. Diese Volleinspeisung unterscheidet sich von der Überschusseinspeisung, bei der lediglich die Energie eingespeist wird, die vom Anlagenbesitzer nicht selbst verbraucht wurde.

Wenn Sie den Strom aus Ihrer Photovoltaikanlage teilweise oder ganz in das Stromnetz einspeisen, erhalten Sie die sogenannte Einspeisevergütung. Die Höhe der Einspeisevergütung hängt von der Leistung, dem Datum der Inbetriebnahme und von der Art der Installation ab (Dach- oder Freiflächenanlage) ab.

Eigennutzung

Bei diesem Anlagenkonzept wird ein Teil des erzeugten Solarstroms selbst genutzt, der Rest wird in das Stromnetz eingespeist. Wie viel Strom selbst verbraucht wird, hängt davon ab, zu welchen Zeiten die Elektrogeräte betrieben werden. Bei Anlagen ohne Batteriespeicher sind in einem typischen Haushalt rund 30 Prozent Eigenverbrauch möglich. Der Eigenverbrauch lässt sich weiter steigern, indem Sie Ihren Stromverbrauch in die Hoch-Phasen der Photovoltaikanlage verschieben,  die Wasch- und Spülmaschine zum Beispiel mittags einschalten. Auch ein Energiemanagementsystem hilft, den eigenen Sonnenstrom zu Hause besser zu nutzen.

Bei Photovoltaik-Anlagen mit Speicherbatterie kann der Eigenverbrauchsanteil auf rund 60 Prozent erhöht werden. Allerdings sind Stromspeicher noch sehr teuer.

Welchen wirtschaftlichen Vorteil die Eigennutzung bringt, hängt von der Differenz zwischen möglicher Einspeisevergütung und dem Preis für den Strom aus dem Netz des Versorgers ab. Eine Solaranlage rechnet sich umso schneller, je mehr Solarstrom Sie direkt selbst verbrauchen. Denn der Strom vom Dach ist deutlich günstiger als der Strom aus dem Netz.

Festzuhalten ist wenn Sie etwas für die Umwelt tun wollen, lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage immer.

Stecker-Photovoltaik-Geräte

Auch Stecker-Photovoltaik-Geräte, kurz Stecker-PV, wandeln Sonnenlicht in elektrische Energie um. Die Geräte sind wartungsfrei und langlebig. Der Strom aus dem Stecker-Solargerät wird über eine Steckdose in das Wohnungsnetz eingespeist und dort genutzt.

Mit Hilfe eines Stecker-Solargerätes sind Mieter oder Wohnungseigentümer in der Lage, eigenen Sonnenstrom auf ihrer Terrasse oder dem Balkon zu erzeugen. Das Gerät kann direkt an eine Steckdose des eigenen Wohnungsstromkreises angeschlossen werden. Um eine normgerechte Anwendung zu gewährleisten, wird dafür eine spezielle Energiesteckdose benötigt. Die haushaltsüblichen Schutzkontaktsteckdosen sind formal nicht für den Einsatz von Erzeugungsanlagen mit Steckern vorgesehen.

Hauseigentümer ist es in der Regel attraktiver, das eigene Dach für eine deutlich größere und leistungsfähigere PV-Anlage zu nutzen. Sie ist wirtschaftlicher und entlastet die Umwelt noch mehr.

Worauf ist vor der Investition in eine Photovoltaik-Anlage zu achten

Prüfen Sie als erstes, ob Ihr Haus, das heißt die Dachneigung, Ausrichtung und Verschattung für eine Photovoltaik-Anlage geeignet ist. Gern unterstützen wir Sie dabei mit unserem Eignungs-Check Solar. Im nächsten Schritt ist es wichtig, die baurechtlichen Voraussetzungen zu ermitteln. In einigen Bundesländern ist eine Baugenehmigung nötig oder es müssen Vorschriften aus dem Denkmalschutz beachtet werden. Bei Ihrer Stadt- under Gemeindeverwaltung erhalten Sie die nötigen Informationen.

Neben den Rahmenbedingungen sollten Sie unbedingt klären, wie groß die Anlage werden soll, wieviel Strom Sie erzeugen wollen und wieviel Geld Sie investieren wollen. Bedenken Sie neben Ihrem aktuellen Stromverbrauch auch Zukunftspläne wie etwa den selbst erzeugten Strom irgendwann für die Wärmegewinnung zu nutzen oder ein Elektroauto damit zu betreiben.

Haben Sie all diese Fragen geklärt, empfiehlt es sich, mehrere Fachbetriebe nach Angeboten zu fragen. Finanzielle Unterstützung erhalten Sie manchmal auch von Energieversorgern und Kommunen wie auch vom Staat.

So hilft der Staat

Mit einer Photovoltaikanlage tragen Sie zur Energiewende und einem nachhaltigen Lebenswandel bei. Dazu werden Sie unabhängiger vom Energiemarkt. Auch wenn eine Photovoltaikanlage langfristig eine günstige Stromalternative ist, sollten die Kosten für eine solche Anlage nicht unterschätzt werden. Für die Errichtung einer Photovoltaikanlage können Sie gegen Auflagen zinsgünstige Darlehen der KfW erhalten. Achten Sie darauf, dass Fördermittel bereits bewilligt sein sollten, bevor Sie einen Kauf-Vertrag unterschreiben.

Weitere Informationen finden Sie unter Förderung.

Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage für mich? Lassen Sie sich beraten

Wenn auch Sie sich mit dem Gedanken tragen, in eine Photovoltaik-Anlage zu investieren, oder sich generell fragen, welche Heizung für Sie die richtige ist, dann machen Sie einen Eignungs-Check Heizung. Wir analysieren Ihre aktuelle Situation zu Hause und empfehlen Ihnen unabhängig und produktoffen die für Sie geeignete Heiztechnik. Auch bei allen anderen Fragen rund um das Thema erneuerbare Energien und effiziente Energienutzung helfen wir Ihnen gern weiter. Rufen Sie uns kostenfrei über die bundesweite Hotline an: +49 (0)800 809 802 400.


Wie funktioniert eine Energieberatung der Verbraucherzentrale?

 

Sie möchten zukünftig Sonnenenergie und Photovoltaik nutzen? Nutzen Sie die hilfreichen Tipps der Energieberatung der Verbraucherzentrale zu Photovoltaik. | 2021
Dauer: 1:30 Minuten | Größe ca. 6 MB.