Dämmstoffe

Den richtigen Dämmstoff und das richtige Dämmmaterial finden

Das Angebot an Dämmstoffen ist groß und die Auswahl nicht immer leicht. Sie hängt davon ab, was Sie genau dämmen wollen und welche wirtschaftlichen und ökologischen Kriterien Sie anlegen. Wir helfen Ihnen dabei, für Ihre Verwendungszwecke und Wünsche den passenden Dämmstoff in der entsprechenden Verarbeitungsform zu finden.

Dämmstoffe zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine geringe Wärmeleitfähigkeit haben und somit sowohl Wärme- wie auch Kälteverluste reduzieren. Je nach Rohstoff lassen sich organische wie auch anorganische Dämmstoffe sowie natürliche und synthetische Dämmstoffe unterscheiden.

Eine weitere Differenzierung der Dämmstoffe findet nach ihrem Verwendungszweck statt:
Für die Fassadendämmung werden häufig expandierte Polystyrol (EPS)-Dämmplatten bzw. Wärmedämmverbundsysteme (WDVS) benutzt. Sie bestehen aus Styropor oder Polyurethan. Alternativen zu der synthetischen Dämmung bestehen aus Mineralwolle, Kork oder Hanf. Auch das Vulkangestein Perlit wird zur Außendämmung genutzt

Was ist eigentlich…

expandiertes Polystyrol-Hartschaum (EPS): ist ein synthetischer Dämmstoff, der unter dem Markennamen Styropor bekannt ist. EPS wird zu Platten oder Granulat verarbeitet und ist günstiger im Einkauf als XPS.

extrudierter Polystyrol-Hartschaum (XPS): ist ebenfalls ein synthetischer Dämmstoff, der unter dem Markennamen Styrodur bekannt ist. XPS wird zu Platten verarbeitet und ist im Vergleich feuchte- und druckbeständiger als EPS.

Polyurethan-Hartschaum (PUR): ist ein Kunststoff mit geschlossener Zellstruktur. Die Struktur verzögert den Gastransport so stark, dass er sehr gute thermische Dämmwerte besitzt.

Wärmedämmverbundsystem (WDVS): beschreibt den geschichteten Aufbau der Außenfassade zur Wärmedämmung. Mehrere Ebenen aus verschiedenen Baustoffen verhindern Wärmeverluste, schränken Luftwechsel ein und vermeiden, dass sich Wasser in der Gebäudewand ansammelt.

Was möchten Sie dämmen?


  • © Udo Herrmann/123rf

    Fassade

    Für die Fassadendämmung eignen sich besonders: Mineral- und Holzfasern, EPS-Platten

  • © Lara Makela/shutterstock

    Hohlraum

    Für die Hohlraumdämmung eignen sich besonders: Mineral- & EPS-Granulat, Mineralfaserschüttung

  • © Olga Ionina/123rf

    Innenraum

    Für die Innenraumdämmung eignen sich besonders: Holzfasern und Mineraldämmplatten

  • © Arturs Budkevics/123rf

    Schrägdach

    Für die Schrägdachdämmung eignen sich besonders: Mineral- und Holzfasern, Hanf, Flachs, Schafwolle

  • © kokodrill/123rf

    Flachdach

    Für die Flachdachdämmung eignen sich besonders: PUR- und XPS-Platten

  • © schan/123rf

    Kellerdecke

    Für die Kellerdeckendämmung eignen sich besonders: EPS-, PUR- und XPS-Platten


Die Wahl des Dämmmaterials hängt von dem zu dämmenden Bereich des Gebäudes ab. So eignen sich Dämmstoffplatten besonders für Außenwände, als Aufsparrendämmung im Dach oder zur Dämmung der Kellerdecke.

Bei verwinkelten Konstruktionen eignen sich eher flexible Matten, Dämmkeile oder Einblasflocken. Wenn Sie Hohlräume verfüllen wollen oder unebene Böden ausgleichen möchten, verwenden Sie am besten Schüttungen.

Die Energieberater der Verbraucherzentrale helfen Ihnen gern, zwischen mineralisch, kunststoffbasiert und nachwachsenden Dämmstoffen die Richtigen zu wählen oder sich für innovative Systeme wie Vakuum-Dämmplatten zu entscheiden.

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