Energieausweis

Energieausweis: Besser grün als rot

Wenn Sie Ihr Haus verkaufen, neu vermieten oder ein Haus bauen wollen, benötigen Sie einen Energieausweis. Dieser bewertet die energetische Qualität des Gebäudes und zeigt, mit welchem Heizenergieverbrauch zu rechnen ist. Er dokumentiert damit den energetischen Standard des Hauses.

Der Energieausweis gibt Auskunft über die energetische Qualität eines Gebäudes. Er unterscheidet die Effizienzklassen A bis H, wobei Klasse „A+“ energetisch besonders gute Gebäude kennzeichnet, während Klasse „H“ einem Gebäude einen schlechten baulichen Zustand bescheinigt. Zudem beinhaltet der Ausweis Maßnahmenvorschläge zur Verbesserung des energetischen Gebäudezustands.

Die konkreten Energiekosten kann ein Energieausweis jedoch nicht vorhersagen, da diese stark vom Verhalten der Bewohner eines Hauses abhängen.

Zwei Arten von Energieausweisen

  1. Der Verbrauchsausweis bewertet den tatsächlichen Energieverbrauch der Bewohner des Gebäudes auf Grundlage ihrer Verbräuche der vergangenen 36 Monate.
    Damit ist das Ergebnis des Verbrauchsausweises stark vom Nutzerverhalten der Bewohner abhängig.
  2. Der Bedarfsausweis bewertet den theoretischen Energiebedarf, der sich aus dem Zustand des Gebäudes ergibt. Er beurteilt das Gebäude nutzerunabhängig.

Sie können die beide Arten von Energieausweisen nicht miteinander vergleichen, da sie unterschiedliche Informationen zu ihrer Bewertung heranziehen.

Wer braucht einen Energieausweis?

Jeder Neubau braucht einen Energieausweis. Für bestehende Gebäude ist die Regelung weniger streng: Wenn Sie den Heizkessel in Ihrem Haus austauschen, die Fenster modernisieren oder mit anderen Maßnahmen das Gebäude energieeffizienter gestalten, müssen Sie den Energieausweis erneuern.

Potenzielle Mieter und Käufer haben das Recht, einen entsprechenden Energieausweis vom Eigentümer, Vermieter oder Verkäufer zu fordern. Seit 2014 müssen Vermieter oder Verkäufer die energetische Qualität Ihres Gebäudes bereits in Immobilienanzeigen benennen. Sollten Vermieter und Verkäufer keinen Energieausweis für das entsprechende Objekt haben, begehen sie eine Ordnungswidrigkeit, für die ein Bußgeld verhängt werden kann.

Eigenheimbesitzer, die ihr Haus weder verkaufen noch vermieten wollen, benötigen keinen Energieausweis. Das gilt auch für Gebäude, deren Nutzfläche kleiner als 50 Quadratmeter ist und für Baudenkmäler.

Energieausweise sind zehn Jahre gültig. Da die Ersten bereits 2008 ausgestellt wurden, achten Sie darauf, dass Sie Ihren Energieausweis erneuern, sobald Sie ihr Haus oder eine Wohnung darin (neu) vermieten oder verkaufen wollen. Auch Eigentümergemeinschaften brauchen einen aktuellen Energieausweis für das gesamte Gebäude, sobald eine Wohnung einen neuen Mieter oder Käufer erwartet.

Unsere Energieberater bieten Ihnen Hilfestellung bei der Bewertung der Angaben im Energieausweis an. Sie beraten Sie bei der Frage, ob ein Energieausweis erforderlich, welcher Energieausweis in Ihrem Falle geeignet ist und wie Sie die Modernisierungsempfehlungen in Ihrem Energieausweis am besten umsetzen.