Sanieren in Wohneigentümerschaften leicht gemacht
Gebäudehülle zuerst – und mit Beratung starten
Erster Schritt: Anbieterunabhängige Beratung
Gerade wenn die Aufgaben groß erscheinen, hilft eine Initialberatung. Sie zeigt, wo die größten Schwachstellen liegen, welche Maßnahmen sinnvoll kombiniert werden können und welche Förderungen verfügbar sind. So wird aus einer komplexen Aufgabe ein klarer Plan – und der Einstieg fällt leichter. Auch ein Vortrag auf der Wohnungseigentümerversammlung durch eine neutrale Person außerhalb der Gruppe kann hilfreich sein. Machen Sie den ersten Schritt und nutzen Sie unsere neutrale Beratung unter: https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/energieberatung-fuer-wohnungseigentuemergemeinschaften/.
Gebäudehülle vor Heizungsanlage
Bevor über den Austausch der Heizungsanlage entschieden wird, lohnt sich der Blick auf die Gebäudehülle. „Dämmung, Fenster, Türen, – hier liegt der Schlüssel für eine nach-haltige Sanierung“, erklärt Stefan Materne, Experte von der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Eine gute Dämmung reduziert Wärmeverluste erheblich und senkt Heizkosten. Sie sorgt zudem für angenehmere Temperaturen im Sommer wie im Winter, steigert den Immobilienwert und verbessert den Schallschutz. Ganz entscheidend ist, dass nach der Sanierung der Gebäudehülle die Heizlast sinkt und damit eine kleinere Heizung, mit geringerer Leistung eingebaut werden kann. Das wirkt sich positiv auf Betriebs- und Investitionskosten aus.
Fenster und Türen
Kleine Schwachstellen mit großer Wirkung: Undichte Fenster und Türen verursachen bis zu 20 Prozent Wärmeverlust. Ein Tausch von Fenster und Türen kann als Einzel-maßnahme vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gefördert werden.
Außenwände
Geld sparen und das Klima schützen: Die Fassaden verursachen bis zu 30 Prozent Wärmeverlust. Eine Dämmung lohnt sich und kann als Einzelmaßnahme vom BAFA gefördert werden.
Erneuerbare Energien mitdenken
Auch Solarthermie, Photovoltaik und Batteriespeicher können Teil des Sanierungs-konzepts sein. Selbst erzeugter Strom ist oft günstiger als Netzstrom und steigert die Unabhängigkeit von Preisen der Stromanbieter.
Förderung nutzen
Für nahezu jede Maßnahme gibt es Förderungen oder Zuschüsse. Die größte Heraus-forderung bleibt jedoch die energetische Sanierung Schritt für Schritt zu planen und gemeinsam umzusetzen. Unabhängige Beratung unterstützt WEG bei der Planung und Umsetzung – von der Dämmung bis zur Haustechnik.
Anmeldung und weiterführende Tipps:
- Die Online-Anmeldung sowie Informationen über den Ablauf und die Kosten für eine WEG-Beratung bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale finden Sie hier: https://verbraucherzentrale-energieberatung.de/beratung/energieberatung-fuer-wohnungseigentuemergemeinschaften/.
- Die Energieberatung der Verbraucherzentrale kooperiert mit der Deutschen Energieagentur (dena) im Projekt „Energetische Modernisierung in Wohnungs-eigentümergemeinschaften“. Wissenswertes für Eigentümer:innen und Verwaltungen findet sich hier: https://www.gebaeudeforum.de/wissen/weg-praxisguide/.
Fragen zum Thema energetisches Sanieren im Wohneigentum beantwortet die Energieberatung der Verbraucherzentrale mit ihrem umfangreichen Angebot. Die Beratung findet online, telefonisch, per Video oder in einem persönlichen Gespräch statt. Unsere Fachleute informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind alle Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter unserer bundesweit kostenfreien Hotline 0800 – 809 802 400 sowie in unseren Vorträgen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
Die Verbraucherzentrale klagt gegen E.ON und Hansewerk Natur, um Rückzahlungen für Kund:innen zu erreichen, die von drastischen Preiserhöhungen betroffen sind. Hier erfahren Betroffene, ob sie sich der Sammelklage (Link) anschließen können: Sammelklage gegen E.ON oder Sammelklage gegen HanseWerk Natur GmbH.
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