Preisgünstige Sanierungsmaßnahmen

Mit kleinen Investitionen Energie sparen

Der größte Hebel im Altbau Energie zu sparen, ist eine energetische Sanierung. Für viele Schritte, die zu einer energetischen Sanierung gehören, bedarf es Fachleute aus dem Handwerk. Im Folgenden werden Maßnahmen aufgeführt, die kostengünstig oder in Eigenleistung an Heizung und Gebäude selbst umgesetzt werden können.

Kostengünstige Maßnahmen:

  • Dämmung der obersten Geschossdecke von oben und der Kellerdecke von unten.
  • Fünf bis 10 Prozent an Heizenergie kann durch einen hydraulischen Abgleich eingespart werden.
  • Das Ersetzen von alten Pumpen durch Hocheffizienzpumpen kann bis zu 200 Kilowattstunden Strom pro Pumpe und Jahr einsparen.
  • Strom aus Sonnenlicht erzeugen: Stecker-PV-Anlagen für Balkon oder Terrasse haben eine Leistung von 300 Watt und sind für gut 400 Euro erhältlich. Die Maßnahme spart rund 200 kWh Stromverbrauch pro Jahr.

Energie einsparen: Grafik Einsparpotenzial am Haus

Maßnahmen in Eigenleistung:

  • Wer selbst Holz für seinen Kamin oder Holzofen macht, sollte dies gut planen, auf regionale Forstwirtschaft setzen und rechtzeitig schlagen, sodass das Holz zwei Jahre trocknen kann.
  • Heizkessel können im Sommer abgeschaltet werden, wenn eine Solarthermie-Anlage vorhanden ist. Das spart Verluste und zeigt, ob die Anlage wirklich läuft.
  • Leitungen von Heizungen und Armaturen im Unbeheizten können selbst gedämmt werden. Dabei ist eine Ersparnis von 0,5 bis 1 Prozent der Heizenergie pro Meter Rohr möglich.
  • Programmierbare Thermostatventile ermöglichen es, die Raumtemperatur zimmerweise automatisch abzusenken und Heizenergie einzusparen.
  • Undichte Fenster und Türen abdichten.

Oft genügen auch schon kleine Maßnahmen, die auch Mieter umsetzen können, und die Energiekosten sinken deutlich.

Heizkörpernischen dämmen

Die Außenwand in Heizkörpernischen ist dünner und wird vom Heizkörper stark erwärmt. So geht viel Wärme verloren. Ist zwischen Heizkörper und Außenwand ausreichend Platz, können hinter dem Heizkörper Dämmstoffplatten angebracht und so diese Wärmeverluste reduziert werden. Achten Sie unbedingt darauf, dass die Platten vollflächig und lückenlos verklebt werden. In jedem Fall sollte die Dämmung der Heizkörpernischen in Absprache mit dem Vermieter durchgeführt werden.

Fenster und Türen abdichten

Alte Fenster und Türen sind oft undicht. Dichtungsbänder und Bürstendichtungen unter den Türen können Sie leicht selbst anbringen. Unangenehme Zugluft und Energieverluste werden so vermieden.

Raumtemperatur steuern

Wenn Sie die Temperatur in einzelnen Räumen zeitlich genau steuern wollen, dann sind programmierbare Thermostate zu empfehlen. Diese können so eingestellt werden, dass die Temperatur automatisch zu bestimmten Zeiten erhöht oder abgesenkt wird. So ist es zum Beispiel im Schlafzimmer schön warm, wenn Sie morgens aufstehen, oder abends in der Küche bereits gemütlich, wenn Sie nach Hause kommen. Nachts und in Ihrer Abwesenheit bleibt der Heizkörper jedoch kalt. Solche Thermostate kann der Mieter nach Rücksprache mit dem Vermieter selbst montieren oder durch einen Fachmann anbringen lassen. Im Falle eines Umzugs können diese in der neuen Wohnung weiter benutzt werden. Bewahren Sie aber die alten Thermostatköpfe gut auf: Sie gehören dem Vermieter.

Heizkörper entlüften

Gluckernde Heizkörper nerven nicht nur, sondern heizen auch nicht richtig. Ursache des Geräusches ist Luft im Heizkörper. Dadurch ist er nicht mehr vollständig mit Wasser gefüllt und wird nicht richtig warm. Mit einem speziellen Schlüssel und wenigen Handgriffen können Sie ihn entlüften.

Allerdings sollten Sie Ihren Vermieter, Hauswart oder die Hausverwaltung vorher informieren, denn möglicherweise muss anschließend Wasser ins Heizungssystem nachgefüllt werden. Sollte immer wieder Luft in der Heizung sein, so muss ein Fachmann im Auftrag des Vermieters das Heizsystem kontrollieren und die Ursache beheben.