Photovoltaik-Anlagen lohnen sich weiterhin

Kein 52-Gigawatt-Deckel – Photovoltaik-Anlagen lohnen sich weiterhin

Die Einspeisevergütung bleibt: Der Bundestag beschloss die Abschaffung des 52-Gigawatt-Deckels. Verbraucher erhalten weiterhin eine attraktive Einspeisevergütung für den Strom, den sie in das Netz einspeisen. Bei der Nutzung von Speichern und dem Laden von Elektroautos über Photovoltaik-Anlagen gibt es einige Aspekte zu beachten.

Einspeisevergütung bleibt erhalten

Durch die Abschaffung des Photovoltaik-Deckels wird Solarstrom, auch nachdem 52 Gigawatt durch Photovoltaik-Anlagen in den deutschen Strom-netzten in Betrieb genommen wurden, weiter durch die Einspeisevergütung im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetztes gefördert. Die Einspeisevergütung beträgt im Juni je nach Größe der Anlage 7,00 bis 9,17 Cent pro Kilowattstunde.

Mit Photovoltaik-Anlagen im Eigenheim Strom zu erzeugen, lohnt sich somit weiterhin doppelt. Etwa bis zu 30 Prozent des eigenen Strombedarfs deckt eine private Photovoltaik-Anlage ab. Dieser Autarkiegrad spart zum einen die Kosten für den Strombezug. Zum anderen wird das Klima geschützt. Bei einem Haushalt mit vier Personen und einem jährlichen Verbrauch von 3.000 Kilowattstunden reduziert sich der Verbrauch um bis zu 900 Kilowattstunden und das jährliche CO2 dieses Haushalts um etwa 500 Kilogramm. Photovoltaik-Anlagen wurden in den vergangenen Jahren immer preisgünstiger. Dadurch wird eine Neuanlage auch heute noch kostendeckend oder mit Gewinn betrieben, obwohl die Einspeisevergütung gesunken ist. Für ein Einfamilienhaus kalkuliert man für eine Anlage mit 10 Kilowatt Peak Spitzenleistung etwa 14.000 bis 18.500 Euro. Ein passender Speicher kostet etwa 4.000 bis 7.000 Euro brutto.

Batteriespeicher werden in ihrer Wirtschaftlichkeit oft überschätzt

Mit einem Batteriespeicher erhöht man den Anteil des selbst verbrauchten Solarstroms erheblich. Dennoch wird die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage in der Regel mit Batteriespeicher schlechter. Gründe hierfür sind die Anschaffungskosten für Batteriespeicher sowie die begrenzte Lebensdauer der Batterien. „Die Verbraucherinnen und Verbraucher, die sich dennoch einen Batteriespeicher anschaffen wollen, sollten darauf achten, dass dieser nicht zu groß dimensioniert wird“, empfiehlt Martin Brandis, Referent Gebäudetechnik der Energieberatung der Verbraucherzentrale. Die Dimensionierung hängt von der Höhe des Strombedarfs im Haushalt ab.

Photovoltaik- Anlagen zur Aufladung von Elektroautos

Verbraucher, die ein vorhandenes Elektroauto mit eigenem Solarstrom betanken, können ihren Eigenverbrauchsanteil ebenfalls erhöhen. Am besten laden Verbraucher das Elektroauto mithilfe einer intelligenten Ladestation tagsüber direkt aus dem Überschuss der Photovoltaik-Anlage und nicht aus einem Batteriespeicher. Haus-Batteriespeicher sind für das Laden von Elektroautos eher ungeeignet, da die Fahrzeugbatterien eine wesentlich höhere Kapazität haben.

Vor der Anschaffung einer Photovoltaik-Anlage sollte eine unabhängige Beratung stattfinden. Hierfür bietet sich der Eignungs-Check Solar der Energieberatung der Verbraucherzentrale an. Die Eignung des Wohnhauses für Solarenergienutzung wird ermittelt. Außerdem gibt es Empfehlungen zur Größe von Photovoltaik-Anlagen und Speichern. Mehr Informationen erhalten Sie kostenlos unter 0800 – 809 802 400.

 

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Erfahren Sie mehr zu § 49 EEG: Änderungen der PV-Einspeisevergütung 05/2020 bis 07/2020