Mit wenig Aufwand Energie sparen

Unabhängiger werden von fossilen Energien: Heute anfangen für Klimaschutz

Die Zeit für Veränderungen ist spürbar und diese Veränderungen sind dringend wie nie: Wir verraten Ihnen, wo Sie mit kleinem Aufwand, Energie einsparen können, in Eigenleistung und ohne große Investitionen. 

Private Haushalte verbrauchen etwa 30 Prozent der Endenergie in Deutschland. Damit sind private Haushalte der Sektor, neben Industrie, Verkehr sowie Gewerbe, Handel und Dienstleistung, der den höchsten Energieverbrauch hat.

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale hat es sich zur Aufgabe gemacht, private Haushalte beim Energie sparen zu helfen und sie bezüglich der Nutzung erneuerbarer Energien zu unterstützen. In Zeiten hoher Energiepreise, einer anstehenden Energie- und akuten Klimakrise müssen alle Möglichkeiten genutzt werden, den Energieverbrauch zu senken. Viele davon sind mit hohen Investitionen verbunden. Im Folgenden geht es um Möglichkeiten des Energiesparens, die weder der Unterstützung durch das Handwerk bedürfen, noch mit hohen Kosten in der Umsetzung verbunden sind. Es gibt eine Vielzahl dieser Maßnahmen, mit denen Sie im Haushalt Energie einsparen können. In ihrer Wirksamkeit unterscheiden sie sich mitunter um den Faktor 1.000. Wir fassen die wichtigsten Tipps für Sie zusammen und ordnet sie in ihrer Effektivität ein.

Unterteilt sind unsere Tipps in die Bereiche „Energiesparen durch richtiges Heizen“, das „Zusammenspiel von Heizung und Haus“, Energiesparen bei der „Warmwasserbereitung“ und „Stromverbrauch“.

Darüber hinaus wird natürlich viel Energie beim alltäglichen Konsum und bei der Mobilität verbraucht. Auch dazu geben wir ein paar Anregungen.

 


Klicken Sie hier, um mehr über die Möglichkeiten des Energiesparens in den einzelnen Bereichen zu erfahren:

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Mobilität

Etwa ein Fünftel der CO2-Emissionen, die pro Person durchschnittlich in Deutschland entstehen, entfallen auf Mobilität. Mit ein paar Verhaltensänderungen lassen sich auch in diesem Bereich Kraftstoff und damit CO2 sparen.

  • Mehr als die Hälfte aller Autofahrten sind Freizeitfahrten. Daher gibt es ein großes Einsparpotenzial, wenn Umwege und unnötige Fahrten vermieden werden.
  • Das Auto, wo es möglich ist, ersetzen durch: zu Fuß gehen, Fahrgemeinschaften, Fahrrad, Pedelec oder den öffentlichen Nahverkehr. Lastenräder oder E-Lastenräder können eine Alternative für Transportfahren sein, die Bahn bietet eine CO2-sparende Reisemöglichkeit für längere Fahrten.
  • Wenn das Auto genutzt wird, sollte spritsparend gefahren werden. Auch ein selbst auferlegtes Tempolimit spart Kraftstoff.
  • Carsharing nutzen: Manche Autos verbrauchen in der Herstellung mehr Energie als sie später an Kraftstoff verbrauchen. Zudem wird jedes Auto in Deutschland durchschnittlich 45 Minuten am Tag genutzt. Beim Carsharing werden Ressourcen effektiver genutzt, besonders wenn Elektroautos zum Einsatz kommen.
  • Flugreisen und Kreuzfahrten meiden.

Was bringt es?

  • Je nach Nutzung können 10 bis 100 Prozent des CO2-Ausstoßes vermieden werden.
  • Ermitteln Sie die tatsächlichen Kilometerkosten. Das macht Alternativen interessant, die zunächst teuer erscheinen.
  • Bei der Abschaffung eines Autos fallen Fixkosten, wie Steuern, Versicherung, Reparaturen etc. weg.
  • Weniger Verkehr und kraftstoffsparendes Fahren erhöht die Sicherheit im Straßenverkehr.

Risiken und Nebenwirkungen

+  Radfahren und zu Fuß gehen wirken sich sofort positiv auf die Gesundheit und das Wohlbefinden aus.

+  Steigert die Lebensqualität für sich und andere (weniger Stress, weniger Lärm, mehr Bewegung an der frischen Luft)

+  Macht den öffentlichen Raum attraktiver

Spart viel Geld und Erdöl

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Konsum, Ernährung und Suffizienz

Der größte Anteil an Emissionen eines deutschen Durchschnittsverbrauchers geht auf den „sonstigen Konsum“ zurück. Etwa ein Drittel seiner CO2-Emissionen entstehen durch Ernährung und sonstige Konsumgüter. Der entsprechende Energieeinsatz findet zu großen Teilen in den produzierenden Ländern, oft in Asien, statt. Auch hier lässt sich die Bilanz mit ein paar einfachen Verhaltensänderungen zum Positiven verschieben:

  • Im Kern geht es darum, weniger einzukaufen.
  • Dinge länger nutzen und reparieren
  • Es muss nicht immer neu sein: Second-Hand-Markt nutzen
  • Gebrauchsgegenstände wie Werkzeug teilen
  • leerstehenden Wohnraum nutzen oder zur Verfügung stellen
  • energieintensive Hobbies überdenken (Motorsport, …)
  • Fleischkonsum reduzieren ist gesund und spart Energie

Bei Fragen zum persönlichen Energieverbrauch helfen wir Ihnen gern mit unserem umfangreichen Angebot weiter. Unsere Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt. Unsere Energie-Fachleute beraten anbieterunabhängig und individuell. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder bundesweit kostenfrei unter 0800 – 809 802 400. Kostenfreie Online-Vorträge zu Energiethemen finden Sie unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/veranstaltungen. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.