Heizen
Richtig heizen – Tipps zur optimalen Raumtemperatur und Heiztechniken
Jeder Raum hat eine ideale Temperatur. Wer gezielt heizt, spart Energie – ohne auf Komfort zu verzichten. Im Wohn‑ und Essbereich reichen meist 19 bis 21 °C, im Bad dürfen es mit 21 bis 24 °C etwas mehr sein. Im Schlafzimmer sorgen etwa 18 °C für ein angenehmes Schlafklima.
Nachts oder wenn tagsüber niemand zu Hause ist, lohnt es sich, die Raumtemperatur abzusenken.
Das Wichtigste in Kürze:
- Nicht zu kalt: Lassen Sie die Temperaturen auch in selten genutzten Räumen nicht unter 14 bis 16 °C sinken, da sonst Schimmel droht.
- Heizkörper freihalten: Verdecken Sie Heizkörper nicht durch Möbel, Verkleidungen, oder lange Vorhänge. Das hindert die Heizleistung.
- Richtig lüften: Drehen Sie die Heizkörper bei geöffnetem Fenster immer vollständig ab. Sonst heizt das Thermostatventil gegen die kalte Luft an – und die Wärme geht direkt nach draußen verloren.
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2. Die größten Wärmeverluste im Haus
3. Der richtige Dreh spart Energie
4. Eine Frage der Heizungseinstellung
Wichtig fürs Energie sparen:
- Nicht zu kalt: Lassen Sie die Temperaturen auch in wenig genutzten Räumen nicht unter 14 bis 16 °C sinken. Zu niedrige Wandtemperaturen begünstigen Kondensation und damit Schimmelbildung.
- Heizkörper beim Lüften abdrehen: Sobald Sie ein Fenster öffnen, drehen Sie den Heizkörper immer vollständig ab. Bleibt das Thermostatventil geöffnet, registriert es die kalte Luft und heizt automatisch nach – die Wärme entweicht direkt nach draußen.
- Heizkörper freihalten: Verdecken Sie Heizkörper nicht mit Möbeln, Verkleidungen oder Vorhängen. Das reduziert die Heizleistung und verhindert, dass das Thermostat korrekt arbeitet.
- Richtig lüften: Lüften Sie mehrfach täglich stoßweise mit weit geöffnetem Fenster für einige Minuten. Dauerhaft gekippte Fenster führen zu unnötigen Wärmeverlusten.
- Warmwasser sparsam nutzen: Duschen Sie kürzer, verwenden Sie einen Sparduschkopf und stellen Sie beim Zähneputzen das Wasser ab. So senken Sie den Warmwasserverbrauch deutlich.
- Gebäude energetisch modernisieren: Durch Maßnahmen wie Wärmedämmung, moderne Fenster und eine effiziente Heizungsanlage können Eigentümer:innen und Vermieter:innen den Energiebedarf langfristig reduzieren.
Warum die Wandtemperatur entscheidend ist
Für die empfundene Raumwärme zählt nicht nur die Lufttemperatur. Auch die Temperatur der umgebenden Wandoberflächen spielt eine wichtige Rolle:
- Kalte Wände = höhere Heiztemperatur nötig: Je kälter die Wandoberfläche, desto wärmer muss die Raumluft sein, um ein behagliches Wohnklima zu erzeugen.
- Gedämmte Wände = angenehme Wärme bei geringerer Temperatur: Gute Dämmung sorgt für höhere innere Wandtemperaturen. Dadurch fühlen sich bereits niedrigere Raumtemperaturen angenehm an – und Sie können effizienter heizen.
- Freie Wärmeabgabe beachten: Wer richtig heizt, sorgt nicht nur für passende Thermostateinstellungen, sondern auch dafür, dass Wärme ungehindert in den Raum strömen kann.
Tipp: Senken Sie die Raumtemperatur um ein Grad Celsius und reduzieren Sie dadurch den Wärmebedarf um rund sechs Prozent.
Die größten Wärmeverluste im Haus:
- Undichte Fenster und Türen: Durch Fugen und Ritzen kann kalte Luft eindringen und warme Luft entweichen. Das erhöht den Heizbedarf und treibt die Kosten in die Höhe.
- Schlechte Dämmung: Besonders Außenwände, Dach und Keller sind häufig unzureichend gedämmt. Ohne gute Dämmung geht viel Wärme über die Gebäudehülle verloren.
- Veraltete Heizungsanlagen: Alte oder schlecht gewartete Heizkessel arbeiten ineffizient und verbrauchen deutlich mehr Energie, als notwendig wäre.
- Ungünstige Gewohnheiten: Dauerhaft gekippte Fenster oder zu hohe Raumtemperaturen sorgen für unnötigen Wärmeverlust – und damit für höhere Heizkosten.
Der richtige Dreh spart Energie
Eine der wirksamsten Maßnahmen zum Energiesparen: Das Thermostatventil richtig einstellen. Die gewählte Stufe legt fest, welche Raumtemperatur das Thermostat ansteuert. Die ungefähren Richtwerte:
- 5 = 28°C
- 4 = 24°C
- 3 = 20°C
- 2 = 16°C
- 1 = 12°C
- * = 6°C („Frostwächter“)
- 0 = AUS (nicht bei allen vorhanden)
Energie sparen durch kleine Temperaturänderungen
Schon wenige Grad weniger können viel bewirken:
Liegt die Innentemperatur bei 24 °C, während es draußen 5 °C hat, beträgt die Temperaturdifferenz 19 °C.
Wird die Raumtemperatur von 24 °C auf 20 °C gesenkt, sinkt die Differenz um 4 °C – also 4/19, das entspricht rund 20 % weniger Heizenergie.
Eine Frage der Heizungseinstellung
Die Einstellungen am Heizkessel bietet verschiedene Möglichkeiten, um den Energieverbrauch zu reduzieren:
- Heizzeiten anpassen: Stellen Sie die Zeiten so ein, dass nur geheizt wird, wenn tatsächlich jemand zu Hause ist.
- Vorlauftemperatur absenken: Nachts oder bei längerer Abwesenheit kann die Vorlauftemperatur reduziert oder der Kessel zeitweise komplett ausgeschaltet werden.
- Bei Wärmepumpen beraten lassen: Niedrigtemperaturheizungen – etwa Wärmepumpen – reagieren sensibel auf den Absenkbetrieb. Hier empfiehlt sich die Rücksprache mit unserer Energie-Experten
- Heizgrenztemperatur senken: Die Heizgrenztemperatur legt fest, ab welcher Außentemperatur die Heizung startet. Eine niedrigere Einstellung kann unnötiges Heizen vermeiden
Was bringt eine sparsame Heizungsregelung?
Die möglichen Einsparungen hängen stark vom Zustand der Heizung und des Gebäudes ab:
- Ist die Regelung bereits optimal eingestellt, gibt es keine zusätzlichen Einsparpotenziale.
- Erfahrungen aus fast 50 Jahren Energieberatung der Verbraucherzentrale zeigen jedoch, dass die meisten Heizungen nicht optimal eingestellt sind (Studie „Aktion Brennwert-Check“).
- In schlecht abgestimmten Anlagen und Gebäuden mit verbesserungswürdiger Dämmung sind Einsparungen von bis zu 15 % realistisch.
Risiken und Nebenwirkung einer geänderten Heizungsregelung
- Komforteinbußen: Kürzere Heizzeiten können dazu führen, dass Räume außerhalb dieser Zeiten kühler sind. Startet die Heizung etwa erst um 17 Uhr, kann es für Personen, die schon um 16 Uhr heimkommen, noch zu kalt sein.
- Nachtabschaltung in schlecht gedämmten Gebäuden: Wird die Heizung nachts ganz abgeschaltet, können die Räume stark auskühlen.
Wichtig: In sehr schlecht gedämmten Häusern besteht das Risiko, dass Wasserleitungen in Außenwänden oder ungedämmten Abseiten einfrieren.
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