Gasheizungen werden teuer

Im Jahr 2026 liegt der CO₂-Preis für Kraftstoffen auch für Erdgas und Heizöl zwischen 55 Euro und 65 Euro pro Tonne. Ab dem Jahr 2027 soll sich der CO₂-Preis im Rahmen des europäischen Emissionshandelns frei auf dem Markt für Emissionszertifikate bilden. 

Das Wichtigste in Kürze:

 

  • Steigende Kosten durch CO2-Preis: Die Preise für Gas und Öl erhöhen sich aufgrund eines höheren CO2-Preises, was zu deutlich höheren Heizkosten führt.
  • Netzentgelte: Die Netzentgelte für Erdgas steigen ebenfalls. Ursache ist der Rückgang der Gasabnehmer, wodurch sich die fixen Betriebskosten auf weniger Kunden verteilen.
  • Abkehr von fossilen Heizungen: Der Einbau neuer Gas- oder Ölheizungen wird aufgrund steigender Emissions- und Netzkosten nicht empfohlen; alternative Heiztechniken wie Wärmepumpen oder Fernwärme sind langfristig kosteneffizienter und werden gefördert.

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Anstieg der CO2-Bepreisung

Wie erhöhen sich die Kosten allein durch den CO2-Preis am Beispiel Erdgas?

Mehrwertsteuersatz steigt

Was tun, wenn die Preise steigen?

Lohnt sich eine Gasheizung nicht doch?


Anstieg der CO2-Bepreisung

Der CO2-Preis beschreibt den Wert, der pro Tonne des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) gezahlt werden muss. Der Brennstoffemissionshandel wurde 2021 mit einem festen CO2-Preis von 25 Euro pro Tonne eingeführt. Er dient dazu, Anreize zu schaffen, im Bereich Wärme und Verkehr CO2-Emissionen zu reduzieren und die Klimaziele zu erreichen.

Der CO2-Preis wird auf die verbrauchten Wärmeeinheiten umgerechnet. Dabei entspricht eine Tonne CO2 etwa 5.000 Kilowattstunden (kWh) Erdgas und etwa 355 Litern Heizöl.

Wie erhöhen sich die Kosten am Beispiel Erdgas?

Aktuell verteuert sich das Heizen mit Gas in Folge des CO2-Preises um ca. 250 Euro pro Jahr bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden. Hinzu kommt die Netzentgeltverteuerung sowie der Anstieg der allgemeinen Gaspreise.

Was tun, wenn die Preise steigen?

Neben den Energiepreisen und den damit verbundenen Steuern und Abgaben ist der individuelle Energieverbrauch ausschlaggebend für die entstehenden Kosten.

In vielen Häusern existieren Möglichkeiten zur Einsparung von Heizenergie. So kann eine nachträgliche Wärmedämmung mehr als 40 Prozent Heizkosten einsparen.

Eine weitere Stellschraube ist die Heizung selbst. In vielen Fällen arbeiten Heizungsanlagen ineffizient und haben zu hohe Temperaturen oder geben Wärme ab, die nicht gebraucht wird. Die Heizungsregelung bietet viel Potenzial, um diese Wärmeverluste zu verringern. Damit können Vorlauftemperaturen gesenkt und Heizzeiten an den Bedarf angepasst werden. Jede zentrale Heizung sollte darüber hinaus durch einen hydraulischen Abgleich optimiert werden. Eine Maßnahme, die vom Heizungsfachbetrieb durchgeführt wird.

Auch der eigene Wärmeverbrauch kann reduziert werden, beispielsweise durch eine leichte Absenkung der Raumtemperaturen oder durch eine Reduzierung des Warmwasserverbrauchs.

Nicht zuletzt kann auch mit einem Anbieterwechsel Geld gespart werden.

Lohnt sich eine Gasheizung nicht doch?

Vom Einbau einer neuen Gasheizung rät die Energieberatung der Verbraucherzentrale ab. Die Empfehlung gilt gleichermaßen für neue Ölheizungen. Die Entwicklung der Netzentgelte und Emissionskosten zeigt, neben den allgemeinen Gaspreisen, dass es mit Gasheizungen erhebliche Preisrisiken gibt. Das vergangene Jahr hat darüber hinaus gezeigt, dass auch auf den Energiemärkten selbst keine verlässlichen Preise für fossile Energien mehr zu erwarten sind. Wer sich jetzt noch eine fossile Heizung anschafft, wird für einen sehr langen Zeitraum weiterhin CO2 ausstoßen und muss spätestens ab 2029 dennoch einen Teil seiner Wärme aus Biobrennstoffen oder Wasserstoff erzeugen. Eine Gewissheit, ob es dafür Angebote geben wird, existiert allerdings nicht. Und nicht zuletzt existieren mit Wärmepumpen, Pelletheizungen oder Fernwärme inzwischen für nahezu jedes Gebäude sinnvolle Alternativen. Aktuelle Förderungen unterstützen die Anschaffung dieser neuen Heiztechniken.

Welche Heizung am besten passt, beantwortet die Energieberatung der Verbraucherzentrale. Hier erhalten Ratsuchende neben einem Vergleich der verschiedenen Heiztechniken außerdem viele wichtige Informationen, etwa zu Förderprogrammen.

Die Beratung findet online, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch statt. Die Energieberater:innen informieren anbieterunabhängig und individuell.

Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 – 809 802 400 (kostenfrei). Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

 

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