Pelletheizung

Bei einer Pelletheizung wird Energie für Heizung und Warmwasser durch die Verbrennung von Holz gewonnen. Die sogenannten Pellets, naturbelassene, in eine zylindrische Form gepresste Holzspäne, weisen einen hohen Brennwert auf. Zwei Kilogramm entsprechen etwa einem Liter Heizöl. Pelletheizungen können in unterschiedlichen Leistungsbereichen erworben werden und sind dementsprechend für (fast) jeden Wärmebedarf geeignet.

Die Installation einer Pelletheizung wird vom BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) mit bis zu 45 Prozent (Stand 2020 – bei Ersatz einer alten Ölheizung) oder der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) gefördert.

Aufbau und Wirkungsweise einer Pelletheizung

Pelletheizungen sind als voll- oder halbautomatische Variante erhältlich. Während der Vorratsbehälter im Gerät bei halbautomatischen Pelletheizungen selbst befüllt werden muss, ist das bei der vollautomatischen Variante nicht notwendig. Dort werden die Pellets vom Lagerraum direkt zum Heizkessel befördert, entweder mit einer mechanischen Förderschnecke oder mit einem Gebläse.

Eine Pelletheizung verfügt über einen Pelletkessel, der aus einem stabilen Gehäuse, einer Brennkammer, einer Einschubschnecke, einem Ascheaustragungssystem und einem Wärmetauscher besteht. Es ist zu empfehlen, den Kessel mit einem Pufferspeicher zu kombinieren, da er den Wirkungsgrad der Pelletheizung erhöht. Durch den Pufferspeicher kann das Material im Brennraum stets vollständig abbrennen und Brennerstarts werden vermieden. Die überschüssige Wärme, die nicht direkt im Heizungsnetz abgenommen wird, erwärmt den Heizwasservorrat im Pufferspeicher und kann von dort zu einem späteren Zeitpunkt in die Heizkörper gepumpt werden, ohne dass der Kessel erneut anspringen muss. Auf diese Weise verringern Pufferspeicher das häufige Aufheizen des Pelletkessels, es wird Strom für den Zündvorgang gespart und die Emissionen werden gesenkt. Der Pelletkessel arbeitet also kaum in Teillast und läuft auf dem optimalen Betriebspunkt.

Unterschiede zwischen Pelletheizung und Pelletofen

Pelletheizung und Pelletofen unterscheiden sich in ihrer technischen Grundausrichtung. Während die Pelletheizung als Zentralheizung das gesamte Gebäude beheizt, funktioniert der Pelletofen eher unterstützend. Er wird im Wohnraum aufgestellt und sorgt dort für eine angenehme Wärme. Indirekt können auch angrenzende Räume erhitzt werden. Ein Pelletofen ist zudem mit Wassertasche erhältlich. Durch das erwärmte Wasser ist der Pelletofen an die Zentralheizung anschließbar, wobei die Heizleistung bei größeren Häusern oft zu gering ist. Zudem erwärmt ein Ofen mit Wassertasche den Wohnraum unnötiger Weise, wenn er für die sommerliche Warmwassererwärmung anspringt.

Eine Besonderheit stellen Kombikessel dar. In ihnen können Pellets, Scheitholz oder auch Hackschnitzel verbrannt werden.

Vor- und Nachteile von Pelletheizungen

Pelletheizungen gelten als klimaneutral, da bei der Verbrennung von Pellets nur so viel CO2 freigesetzt wird, wie der Baum in seiner Wachstumsphase gebunden hat. Zudem gehört Holz als Brennmaterial zu den nachwachsenden Rohstoffen und die Preise der Pellets sind relativ stabil. Das Heizen mit Pelletheizungen ist in Deutschland eine umweltfreundliche und wirtschaftlich sinnvolle Alternative zu Erdöl oder Erdgas. Zudem verzeichnen Pelletheizungen nur geringe Brennstoffkosten.

Nachteilig an Pelletheizungen sind die hohen Anschaffungs- und Wartungskosten: So sind die Schornsteinfegerkosten zu beachten wie auch die vergleichsweise hohen Betriebsstromkosten. Neben dem hohen Wartungsaufwand ist der große Platzbedarf für das Pelletlager ein Nachteil. Dabei ist nicht nur an genug Fläche, sondern auch an eine ausreichende Raumhöhe zu denken. So bedarf ein Pellet-Silo für fünf Tonnen Holzpellets, die etwa 2500 Litern Heizöl entsprechen, etwa sechs Quadratmeter Platz und zweieinhalb Meter Höhe. Teure Erdtanks sind ebenfalls eine Möglichkeit, Pellets zu lagern. Zudem muss der Aschebehälter etwa zweimal im Jahr geleert werden.

Wir beraten Sie

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