Gebäudeenergiegesetz

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) gilt ab 1. November 2020 und führt die Regelungen der Energieeinsparverordnung (EnEV), des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes (EEWärmG) zusammen. Ziel ist es, für die energetischen Anforderungen an Neubauten und Bestandsgebäude sowie an den Einsatz erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteversorgung von Gebäuden ein einheitliches, aufeinander abgestimmtes Regelwerk zu schaffen.

Regelungen des Gebäudeenergiegesetzes

Das GEG setzt die europäischen Anforderungen zur Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden um. Die Regelungen des Niedrigstenergiegebäudes werden mit dem Gebäudeenergiegesetz in das Energieeinsparrecht integriert. Das aktuelle Anforderungsniveau für Neubauten und Sanierung bleibt dennoch unverändert und wird nicht verschärft.

Das GEG gliedert sich in neun Teile. Für Hausbesitzer sind die ersten sechs entscheidend:
Der erste Teil enthält grundsätzliche Festlegungen, während sich der zweite mit den Anforderungen an Neubauten beschäftigt. Sowohl die energetischen Anforderungen wie auch die Berechnung erneuerbare Energien zu nutzen, sind hier definiert. Der dritte Teil richtet seinen Fokus auf bestehende Gebäude, auf deren Energieeffizienz sowie die Nutzung erneuerbarer Energien. Im vierten Teil des GEGs finden sich die Vorgaben für die Anlagentechnik, sowohl für bereits in Betrieb befindliche Anlagen als auch für neue Anlagen. Der fünfte Teil legt fest, welche Angaben im Energieausweis gemacht werden müssen und wie dessen Ausstellung und Verwendung erfolgt. Der sechste Teil des GEGs beschäftigt sich mit Fördermitteln.

Wann besteht die Pflicht einer Energieberatung?

Unter bestimmten Voraussetzungen ist die Energieberatung gemäß GEG verpflichtend. So muss laut Paragraf 48 der Eigentümer eines Wohngebäudes mit bis zu zwei Wohnungen, bei Änderungen am Gebäude gemäß Satz 1 vor der Beauftragung der Planungsleistungen ein informatorisches Beratungsgespräch mit einem Energieberater führen.

Gemäß Paragraf 80, der sich mit der Ausstellung und Verwendung von Energieausweisen beschäftigt, muss der Verkäufer beziehungsweise Immobilienmakler beim Abschluss eines Kaufvertrages über ein Wohngebäude mit bis zu zwei Wohnungen, dem Käufer ein informatorisches Beratungsgespräch zum Energieausweis durch einen Energieberater anbieten.

Wir beraten Sie

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