Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz

Projekt „ZuHaus in Berlin“ bringt die Energieberatung in 19 Berliner Quartiere

Im Rahmen des Energie- und Klimaschutzprogramms bieten die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz und die Energieberatung der Verbraucherzentrale Berlin die aufsuchende Energieberatung in sieben Berliner Bezirken kostenfrei an.

Das Berliner Abgeordnetenhaus beschloss 2018 das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK 2030). Es zielt darauf ab, die Energieberatungsangebote für Besitzerinnen und Besitzer von Ein- und Zweifamilienhäusern auszuweiten. Das Klimaschutzprojekt „ZuHaus in Berlin“ wird von der Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz aus Mitteln des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms 2030 (BEK 2030) finanziert und baut auf die Energieberatung der Verbraucherzentrale auf.

Das Klimaschutzprojekt „ZuHaus in Berlin“ wird seit 2019 von der Verbraucherzentrale Berlin umgesetzt. In 19 Berliner Quartieren kommen Energieberater zu den Eigenheimbesitzer und beraten sie in ihren vier Wänden. Im Rahmen des Projekts sind die Beratungen kostenfrei.

Die Quartiere wurden mit den Partnerbezirken des Projektes Lichtenberg, Marzahn-Hellersdorf, Neukölln, Reinickendorf, Spandau, Steglitz-Zehlendorf und Tempelhof-Schöneberg ausgewählt. Sie zeichnen sich durch einen hohen Anteil an Ein- und Zweifamilienhäusern aus. Insbesondere Eigenheime älteren Baujahres haben häufig einen erhöhten energetischen Sanierungsbedarf.

Die Energieberatung wird bei „ZuHaus in Berlin“ von einer Kommunikationskampagne begleitet. Die Kampagne bewirbt die Energieberatung nicht nur öffentlichkeitswirksam, sondern sensibilisiert und begeistert für den Klimaschutz. Nicht zuletzt motiviert sie Hausbesitzerinnen und -besitzern entsprechende Maßnahmen umzusetzen. In der ersten Projektphase haben zahlreiche Veranstaltungen mit Vereinen, Kulturhäusern und bekannten Berliner Persönlichkeiten sowie die Präsenz auf Stadtfesten das Angebot in die Kieze getragen.

 

Übersichtskarte der Energieberatung in Berlin

 

Auch lokalen Projektpartnerinnen und -partner in den Bezirken, wie Vertreterinnen und Vertretern von Eigentümerverbänden, Kirchengemeinden und Nachbarschaftsinitiativen, verschaffte das Projekt mit den Podiumsgesprächen Gehör. Namhafte Journalisten wie Ulli Zelle, TV-Journalist rbb, und Boris Buchholz, Der Tagesspiegel, moderierten die Gesprächsrunden.

Klassische Informationsveranstaltungen, Standaktionen auf lokalen Festen und eine Lesereihe ergänzten das Event-Rrepertoire von „ZuHaus in Berlin“.

Die zweite Projektphase, die Anfang 2021 begann, setzt verstärkt auf digitale Inhalte. So gab es im Frühjahr eine online Veranstaltungsreihe in Kooperation mit der Energieberatung, bei der die Berliner Hausbesitzer:innen Ihre Fragen zu den Themen Solaranlagen, Heizungssysteme und Dämmstoffe stellen konnten. Sofern möglich wurden auch wieder lokale Veranstaltungen organisiert. Großen Anklang fanden etwa die Informationsveranstaltungen von co2online zum Thema Heizungstausch, bei der ZuHaus in Berlin ihre aufsuchende Beratung vorstellte.

Darüber hinaus sollen die Ratsuchenden direkt zu Hause erreicht werden. Dafür wurden die Anwohnerinnen und Anwohner verschiedener Projektquartiere direkt von den Bezirksbürgermeistern oder den Bezirksstadträten angeschrieben und auf die Beratungsmöglichkeit hingewiesen. Zukünftig sollen mehreren Postkartenaktionen alle Anwohner:innen auf das Angebot aufmerksam machen. Die Projektwebseite wurde ebenfalls überarbeitet, sodass die Verbraucher schnell alle relevanten Informationen finden können.

Ein weiterer Erfolg ist die prominente Unterstützung des Projekts. Dr. Eckart von Hirschhausen, Mediziner und Kabarettist, wurde im Projektbezirk Steglitz-Zehlendorf geboren und stellt fest, „dass die Berliner verstanden haben, dass Klimaschutz, Umweltschutz und Energiesparen ein Thema ist, was alle angeht. Denn der nachhaltigste Strom ist natürlich der, den wir gar nicht verbrauchen, und im privaten Bereich kann man eine Menge tun. Gehen Sie in Ihrem Umfeld die notwendigen Schritte, um Energie zu sparen. Wenn wir und auch die zukünftigen Generationen in Berlin gut leben wollen, müssen wir jetzt handeln.“

Die Terminvergabe für die kostenfreie Energieberatung erfolgt unter der Telefonnummer 030/21485-246 und per Email unter info@zuhaus-in-berlin.de. Auf der Projektwebseite www.zuhaus-in-berlin.de finden Interessierte alle Informationen zum Projekt.